Verzeih mir meine Fehler.

Ich tat sehr viel Stoff in mein Dekoltee, pflegte meine Haut und mein Renomee. Ich hab mich benommen, so als hätte ich Stil, noch ein Schlückchen Sekt, ach bitte nich so viel. Ich hab mich bemalt, damit du mich siehst. Ich hab mich geaalt, wie ein kleines Biest. Ich war die blonde Elfe mit gesenktem Blick, doch das war nur ein Trick, damit ich dich krieg’. Und jetzt möchte ich, dass du mich liebst ganz genauso wie ich wirklich bin und mir all’ meine albernen Macken vergibst, meine Fehler, jetzt verdammt, nimm’ sie hin. Hab’ nich viel gesagt, damit man dich hört. Hab’ nich laut gelacht, nur falls es dich stört. Du hast viel erzählt, ich tat interessiert, dabei hab ich kaum was davon kapiert. Ich hab dich verführt, so als hätt’ ich Lust, dabei ganz bewusst nich zu selbstbewusst. Ich hab mich verrenkt unter unsrem Zelt und hab so getan, als ob es mir gefällt. Und jetzt möchte ich, dass du mich liebst, ganz genauso wie ich wirklich bin und mir all’ meine albernen Macken vergibst, meine Fehler, jetzt verdammt, nimm’ sie hin. Ich hab mich gefärbt. Ich hab mich gebräunt. Ich hab doof geguckt, immer schön verträumt. Als einzige Lasche, zwischen all den Schnallen hab ich mich verstellt, um dir zu gefallen. Und jetzt möchte ich, dass du mich liebst ganz genauso wie ich wirklich bin und mir all’ meine albernen Macken vergibst meine Fehler, jetzt verdammt, nimm’ sie hin.
Das Große Erwachen! 

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